Radweg durch die Geschichte – Lausitzer Landweg
Einmal durch die Geschichte radeln – das ist kein ferner Wunsch, sondern eine Einladung, die der „Radweg durch die Geschichte“ im Landkreis Elbe-Elster ausspricht. Auf einer rund 45 Kilometer langen Rundtour zwischen Finsterwalde, Sonnewalde und den umliegenden Dörfern öffnet sich ein ganz besonderer Zugang zur Kultur der Region.
In acht Orten entstanden Fassadenmalereien, inspiriert von Dorfchroniken, Mythen und Gesprächen. Jedes Wandbild erzählt eine eigene Geschichte. Über QR-Codes kommt man auf eine Webseite mit weiterführenden Informationen, Hintergründen und Anekdoten. Im Zentrum steht die Wiederbelebung einer fast vergessenen Tradition: dem mündlichen Austausch von Geschichten zwischen Reisenden und Ortsansässigen.
Was früher in Gasthäusern, auf Poststationen oder beim Handwerk am Wegesrand geschah, wird heute durch den Dialog über die Wandbilder neu belebt. Diese künstlerischen Erzählstationen regen nicht nur zur Reflektion über die Vergangenheit an, sie schaffen Stolz, stiften Identität, fördern Toleranz und bringen Menschen miteinander ins Gespräch.
Die Künstlerin Stephanie Mai begleitet das Projekt mit großem Gespür für historische Tiefe und zeitgemäße Darstellung. Das erste Wandbild am Finsterwalder Brauhaus erinnert an eine historische Begebenheit, bei der der Bürgermeister Abraham Koswig im 16./17. Jahrhundert durch eine Bierwette mit dem Kurfürsten die Finsterwalder Bürgerheide für die Stadt sichern konnte. Das eigens gebraute Bier „Alter Kowßig“ kann man kosten – ein stimmiger Abschluss einer kulturellen Radreise. Die Etappenorte der Route – darunter Gröbitz, Breitenau, Birkwalde, Brenitz, Münchhausen, Ponnsdorf, Sonnewalde und Finsterwalde – sind eng in die Umsetzung eingebunden.
Gefördert wird das Projekt durch den Teilhabefonds Brandenburg 2025 (Wirtschaftsregion Lausitz) im Rahmen des STARK-Bundesprogramms für den Strukturwandel in den Braunkohleregionen.
https://lausitzer-landweg.de
